Der LoRa Boatmonitor ist mein Embedded-Projekt für Borddaten direkt auf dem Boot. Im Mittelpunkt steht ein ESP32-basiertes Gerät, das Messwerte erfasst, lokal im Webinterface anzeigt und sie je nach Konfiguration per LoRaWAN oder WLAN weitergeben kann.
Gedacht ist das System für die praktische Überwachung an Bord: Batteriespannung, Ladezustand, Temperatur, Tankfüllstände, GPS-Position, Betriebszustand und Verbindung zur Datenauswertung. Damit ergänzt der Boatmonitor den Maritime Data Server: Das Gerät sammelt die Daten, MDS speichert und visualisiert sie langfristig.
Was der Boatmonitor macht
Der Boatmonitor sitzt näher an der Hardware als MDS. Er liest Sensoren ein, bewertet lokale Zustände und stellt eine eigene Weboberfläche bereit. Dort sind Batteriewerte, Sensorwerte, LoRa-Status, Firmware-Informationen, Geräteeinstellungen und Wartungsfunktionen erreichbar.
Für mich ist das Projekt besonders interessant, weil hier mehrere Themen zusammenkommen: Bordelektrik, Mikrocontroller, Funkübertragung, Energiesparen, Sensorik und eine kleine Bedienoberfläche, die auch ohne große Serverumgebung direkt am Gerät funktioniert.
Typische Messwerte
- Batteriespannung und berechneter Ladezustand
- Temperaturwerte, zum Beispiel über DS18B20-Sensoren
- Tankfüllstände über Widerstandsgeber
- GPS-Position und Bewegungsdaten
- LoRaWAN-Verbindung, RSSI und Übertragungsstatus
- Standby- beziehungsweise Wakeup-Zustand des Geräts
Eigene Anpassungen
Das Projekt basiert auf dem LoRa-Boat-Monitor von Norbert Walter und wurde von mir angepasst. Dazu gehören unter anderem die Ablage der Weboberfläche im Flash-Dateisystem, die Nutzung der MCCI-LoRaWAN-Library, ein Standby-Modus zur Reduzierung des Stromverbrauchs und die Möglichkeit, Daten per LoRa oder WLAN zu senden.
Auch die Hardwarelogik wurde auf meine Anwendung angepasst. Der GPS-Empfänger kann im Sleep-Modus abgeschaltet werden. Der Eingang für den Standby-Betrieb ist so gedacht, dass der Hauptschalter beziehungsweise ein Bordsignal den Boatmonitor aktivieren oder schlafen legen kann.
Zusammenspiel mit MDS
MDS ist die Server- und Auswertungsseite, der Boatmonitor die Datenerfassung am Boot. Diese Trennung macht das System verständlicher: Der Boatmonitor misst und sendet, MDS speichert und zeigt die Werte über längere Zeiträume an.
Das Projekt ist weiterhin in Bewegung. Gerade bei Bootstechnik ist mir wichtig, dass eine Lösung nicht nur auf dem Schreibtisch funktioniert, sondern auch mit Bordspannung, Funkabdeckung, Standby-Verhalten und realen Sensoren zurechtkommt.